Themen

Die IWC 2011 - eine Wende im Walschutz?

Walfangtagung 2011 – Was sind die Themen?

Vom 11. bis 14. Juli tagt auf der englischen Kanalinsel Jersey zum 63. Mal die Internationale Walfangkommission (IWC). Altbekannte Themen bestimmen die Agenda – und doch erwartet Pro Wildlife, dass die Tagung in diesem Jahr positive Ergebnisse für den Schutz von Walen hervorbringt Erstmals gibt es auch Bestrebungen, gegen die Scheckbuchdiplomatie der Japaner vorzugehen.

Die Biologin Dr. Sandra Altherr nimmt für Pro Wildlife als Beobachterin teil. Hier berichtet sie live von der Konferenz:

>> IWC-Tagebuch: Aktuelles von der Walfangtagung

>> Abschluss-Pressemitteilung mit Resümee


Unsere Schwerpunktthemen für die IWC-Tagung 2011:

  1. Guinean_franc_vs_US_Dollar(c)JAttawayKorruption und fehlende Transparenz: Seit langem beobachten Pro Wildlife und andere Verbände, dass Japan Stimmen kauft - vor allem von Staaten der Karibik, Zentralafrikas und kleiner Inseln im Pazifik. Großbritannien fordert nun eine umfassende Reform der IWC, die für mehr Transparenz und weniger Korruption sorgen soll. Im Vorfeld der IWC-Tagung 2010 enthüllte die Sunday Times die Bestechungspraxis und wies nach, dass alle Spesen des IWC-Vorsitzenden aus Antigua & Barbuda mit einer japanischen Kreditkarte gezahlt wurden. Pro Wildlife unterstützt den Vorstoß Großbritanniens.
     
  2. Japan-Delegation_IWC62(c)PWStimmenverhältnisse: Nach dem Tsunami und der Atomkatastrophe von Fukushima im März 2011 ist unklar, ob Japan auch weiterhin die hohen IWC-Gebühren und Spesen zahlreicher Delegationen von Ländern zahlen wird, um deren Unterstützung für den Walfang sicherzustellen. Länder, die ihre vier- bis fünfstelligen IWC-Gebühren nicht rechtzeitig begleichen, verlieren ihr Stimmrecht für die IWC-Tagung. Damit könnten sich die Stimmverhältnisse ändern und der seit Jahren anhaltende Patt zwischen Walfangbefürwortern und -Gegnern zugunsten des Walschutzes verschieben.
     
  3. Buckelwale(c)NOAASüdatlantisches Schutzgebiet: Brasilien und Argentinien beantragen ein Schutzgebiet für Wale – dies wäre das dritte Schutzgebiet neben der Antarktis und dem Indischen Ozean. Einen solchen Antrag stellte Brasilien seit 1999 alljährlich – und scheiterte jedes Mal an der erforderlichen Dreiviertelmehrheit. In diesem Jahr könnten die Stimmenverhältnisse anders liegen. Pro Wildlife unterstützt den Antrag und will gleichzeitig aber verhindern, dass Japan als „Gegenleistung“ Fangquoten vor seiner Küste durchsetzt.
     
  4. IWC_Conference(c)ProWildlifeZukunft der IWC: USA und Neuseeland wollen die Diskussionen um einen umstrittenen „Kompromiss“-Vorschlag aus dem vergangenen Jahr wieder aufnehmen, der ein Ende des Walfangmoratoriums bedeuten würde. Im letzten Jahr scheiterte der Kompromiss. Auch 2011 wird Pro Wildlife sich aktiv gegen jegliche Aufweichung des Moratoriums einsetzen. >> Mehr Infos zum "Kompromiss" von 2010
     
  5. Faeroeer_Anlanden(c)EIAGrausamkeit des Walfangs: In Grönland und Russland ringen angeschossene Wale bis zu zwei Stunden mit dem Tod. Island verweigert seit der Wiederaufnahme des Walfangs 2003 jegliche Auskünfte über die Leidenszeit der getöteten Wale, obwohl die IWC diese Angaben ausdrücklich verlangt. Auch Norwegen steht in der Kritik: Bis 2011 überwachten Inspektoren den Ablauf der Jagd, bis sie von einem Computer ersetzt wurden, der die Zeit zwischen Harpunenschuss und Bergen des toten Tieres messen sollte – doch auch dies soll nun entfallen. Pro Wildlife macht im Rahmen der IWC auf die Grausamkeit des Walfangs aufmerksam.
     
  6. Mink_Whale_Meat_Iceland_2009(c)ThjurexoellIslands Walfang: 2003 nahm Island nach 14 Jahren Pause den Walfang wieder auf – doch die Zeichen stehen gut, dass die Jagd um die nordeuropäische Insel nun bald ein Ende hat: Weder im eigenen Land noch im erhofften Absatzmarkt Japan besteht Interesse an dem Walfleisch. Mitte Juni 2011 nahm Island die Beitrittsverhandlungen mit der EU auf – und innerhalb der EU ist Walfang strikt verboten. >> Mehr Infos zu Islands Walfang
     
  7. BrydesWhale(c)MorningdewJapans Walfang: In der letzten Walfangsaison in der Antarktis wurde Japans Flotte durch die Organisation Sea Shepherd so stark behindert, dass statt der geplanten 1.035 nur 172 Wale getötet wurden. Der Tsunami im März zerstörte den Ort Ayukawa, eines der vier Walfangzentren Japans, und zerschmetterte Walfangboote. Die Folgen der Katastrophe belasten den japanischen Staatshaushalt schwer. Es wird sich zeigen, ob die japanische Regierung auch weiterhin den höchst defizitären Walfang subventioniert, zumal dringend ein neues, millionenteures Fabrikschiff für die Jagd in der Antarktis benötigt würde... >> Mehr Infos zu Japans Walfang

Live von der Walfangtagung


Von der 63. Jahrestagung der Internationalen Walfangtagung (IWC) in St. Helier, Jersey-Insel, England (11.-14. Juli 2011), berichtet Dr. Sandra Altherr von Pro Wildlife:

St. Helier, 14. Juli: Schluss mit dem Kuschelkurs!

Unsere Abschluss-Presseinformationen zu einem unglaublichen letzten Tag der Konferenz findet Ihr hier. Jetzt laufen hier noch ein paar letzte formelle Punkte und dann reicht es nach einem fast 12-stündigen Verhandlungsmarathon... Was für ein Kindergarten hier:

Heute morgen beantragten Brasilien und Argentinien ein Walschutzgebiet im Südatlantik. Auch wenn Japan, Norwegen und Island hiervon überhaupt nicht betroffen wären, wollen sie dies aus purer Prinzipienreiterei verhindern. Als keine Einigung in Sicht war und die beiden Länder eine Abstimmung verlangten, griff Japan zum Taschenspielertrick: Alle Walfangländer verließen zur Abstimmung den Raum - mit der Ankündigung, die Beschlussfähigkeit sei nun nicht mehr gegeben. Denn laut Japans Verständnis muss bei jeder Abstimmung die Hälfte aller IWC-Mitgliedsstaaten anwesend sein - nach unserem Verständnis reicht es, wenn generell die Hälfte der Staaten an der IWC teilnimmt. Nun streiten die Juristen seit geschlagenen sechs Stunden, ob oder nicht und wie man jetzt weiter miteinander umgeht... Derweil bleiben andere wichtige Themen liegen, weil die Sitzung unterbrochen bleibt. Bei allem Frust hierüber bin ich froh, dass der Kuschelkurs mit den Walfängern zu Ende ist, denn:

Buckelwalfluke©NOAAWas mich seit Jahren bei den IWC-Diskussionen wahnsinnig macht, ist die gelähmte Haltung der Walschutzländer. Sie waren (bis heute) wie besessen davon, mit den Walfangländern eine Einigung zu finden - doch das ist schlicht nicht möglich, denn vor allem Island und die von Japan unterstützten Inselstaaten St. Kitts & Nevis, Palau und Grenada benehmen sich wie das Rumpelstilzchen: Sie sind unsachlich, schroff, teils unverschämt in ihren Äußerungen und blockieren jeden Fortschritt im Walschutz - und unsere Seite verharrt derweil in der Konsens-Falle und hofft auf das Wunder der Einsicht. Deshalb wird Japans Walfang im Antarktis-Schutzgebiet, Islands grausame Jagd auf Finnwale oder Norwegens Abschuss hunderter Zwergwale - alles eigenmächtig genehmigt - hier kaum erwähnt, um nur ja keinen zu verärgern...

St. Helier, 13. Juli: Heiße Debatten um das Anti-Korruptionspaper

Guinean_franc_vs_US_Dollar(c)JAttawayErwartungsgemäß ist der englische Vorstoß, den Stimmenkauf in der IWC zumindest zu erschweren, in diesem Jahr der High Noon der Verhandlungen. Den ganzen Morgen wehren sich schon Länder wie St. Kitts & Nevis, Antigua & Barbuda, Grenada und Palau dagegen, dass ihre Beiträge künftig nur noch per Banküberweisung von ihrem Regierungskonto gezahlt werden dürfen. Bis zur Einigung wird es wohl noch ein bisschen dauern. Nach ermüdenden fünf Stunden Diskussion ist jetzt erst mal Mittagspause, damit im kleinen Kreis nach einem Komrpomiss gesucht werden kann.... Später mehr! Wer sich die Wartezeit übrigens verkürzen will, kann unsere Eröffnungserklärung zur IWC lesen, die nun auf der IWC-website veröffentlicht ist.

Nach gefühlten hundert Stunden Debatte -Pause - Debatte - Pause - Debatte nun endlich die Entscheidung: Englands (und irgendwie ja auch nun der EU) Vorstoß ist doch tatsächlich im Konsens angenommen worden. Nun ist es schon 19.30 - und aufgrund der zähen Verhandlungen, über die wir einen ganzen Tag verloren haben, heißt es jetzt für alle: Nachsitzen in einer Nachtsitzung!

St. Helier, 12. Juli: Vom Stimmenkauf und einer vorgeführten EU

Japan-Delegation_IWC2011(c)PWNachdem in den ersten eineinhalb Tagen der Konferenz die bekannte Ruhe vor dem Sturm herrschte, kam es heute nachmittag erwartungsgemäß zum vorgezogenen Showdown, als das Transparenzpapier aufs Tapet kam. Da einige der Walfang-unterstützenden Länder schlecht argumentieren konnten, dass sie auch weiterhin in der letzten Minute mit Bargeld zahlen wollen, versuchen sie nun, den Vorstoß an vermeintlichen Formfehlern scheitern zu lassen. Den Startschuss gab St. Kitts & Nevis, das kritisierte, dass das Papier ursprünglich ein Antrag Englands war und nun, in veränderter Form, von der EU mitgetragen wird. Der  IWC-Vorsitzende unterbrach für fünf Minuten, beriet sich mit einer aufgeregten EU und verkündete anschließend, dass kein Formfehler vorliegt. Damit erklärte sich Russland nicht einverstanden und verlangte eine Abstimmung über den Prozess. Das führte jetzt erst einmal zu einer Kaffeepause, vielen aufgeregten Gemütern - und der Ankündigung des Vorsitzenden, dass die Delegierten jetzt erstmal wider versuchen, unter sich eine Einigung zu finden. Das kann dauern. Ein peinlicher Auftritt für die EU - das hätte besser vorbereitet sein müssen....

St. Helier, 12. Juli: Es ist was faul im Staate Dänemark...

Buckelwale©NOAA... das hat schon Shakespeare gewusst: Das nordeuropäische Land erweist sich als immer größerer Problemfall für den Walschutz und bringt hier viele EU-Länder auf die Palme: Ob es um Stärkung der Transparenz geht, Kritik an Island oder um die Beteiligung von Umweltverbänden – Dänemark blockiert jeden Vorstoß in Richtung Walschutz und behindert die EU. Während 97 der Festland-Dänen Walfang ablehnt, vertritt die dänische Delegation bei der IWC nur die Interessen der bevölkerungsarmen semi-autonomen Regionen Färöer-Inseln und Grönland, wo noch Wale und Delfine gejagt werden. Mehr dazu in unserer heutigen Pressemitteilung...

Was hat sich sonst noch getan? Island, Norwegen und Japan verweigern weiterhin Auskünfte über den Ablauf ihrer Waltötungen - man kann nur ahnen, wie lange Meeresgiganten wie Finn- oder Seiwale leiden, wenn sie von einer Explosivharpune in irgendeinem Teil ihres riesigen Körpers getroffen werden. Und aktuell sorgen Bilder von der Seeschlacht zwischen der japanischen Walfangflotte und den Walschützern von Sea Shepherd für lange Empörungs-Wortmeldungen von Japan & Co....

Außerdem "genießen" wir gerade eine Diskussion darüber, ob Umweltverbände einen inhaltlichen Beitrag liefern können oder nicht. Die Walfangländer bescheinigen uns gerade die Nutzlosigkeit unserer aller Expertise. Schön, dass viele andere Länder sich darauf berufen, dass die Öffentlichkeit, vertreten durch Verbände, das Recht hat, angehört zu werden. Viel werden wir dieses Jahr hier nicht sagen dürfen: Vorgesehen ist derzeit, das aus über 50 Walschutzverbänden nur drei Sprecher ausgewählt werden, die zu wenig kontroversen Punkten etwas sagen dürfen: Walschutzgebiete, Whale Watching und unser Kernthema Umwelt und Gesundheitsrisiken durch Walfleisch...

St. Helier, 11. Juli: Geknebelte Umweltschützer

geknebelte_ngos(c)PW

Heute haben Umweltverbände aus 13 Ländern (Argentinien, Brasilien, Chile, Dänemark, Deutschland, England, Frankreich, Holland, Kanada, Mexiko, Schweiz, St. Vincent & The Grenadines und USA) – darunter auch Pro Wildlife - mit geknebelten Händen vor dem Konferenzgebäude posiert, um zu zeigen, wie sehr ihre Arbeit in diesem Gremium eingeschränkt wird. Hintergrund der Aktion: Das England-Papier zu mehr Transparenz (und weniger Korruption) hatte in den letzten Tagen viele Meetings hinter verschlossenen Türen zur Folge – lange bevor die Tagung offiziell begonnen hat. Bis auf zwei kontroverse Punkte konnten viele Delegierten das Papier akzeptieren – Widerstand gab es vor allem gegen die Forderung, dass künftig nur noch Überweisungen vom jeweiligen Regierungskonto statt wie bisher auch mit Schecks und Bargeld erlaubt sind. Dies akzeptierten sogar die Walfangunterstützer in der EU - um den Preis, dass für Umweltverbände weiterhin die Mitarbeit inklusive Rederecht bei der IWC stark eingeschränkt bleibt. Zwar fällt die Entscheidung zum Dokument erst in den nächsten Tagen, aber mit der EU als größtem Stimmenblock ist heute eine Vorentscheidung gefallen...

St. Helier, 10. Juli: Die USA als einsamer Cowboy

Buckelwalfluke©NOAAWas ist nur los mit den USA? Früher eines der aktivsten Walschutzländer kapselt sich das Land immer mehr von den verbündeten Ländern ab und betreibt nicht abgesprochene Initiativen. Für große Irritationen sorgten die USA bereits im Frühjahr, als sie kurz nach einen Koordinationstreffen der Walschutzländer, ohne dort ein Wort zu ihren Plänen zu sagen, eine Resolution einreichten, mit der sie ein Fortführen der Diskussion um die "Zukunft der IWC" beantragen. Unter diesem Namen war im Vorjahr ein brandgefährlicher Kompromiss diskutiert worden, der das kommerzielle Walangverbot ausgehebelt hätte. Und nun zaubert die USA diverse Vorstöße zur Zukunft des Subsistenzwalfangs für Ureinwohner aus dem Hut - und stößt damit erneut die anderen Walschutzländer vor den Kopf. Dass bei den Verhandlungen um den Subsistenzwalfang auch keine Verbände zugelassen werden sollen, weckt weiteres Misstrauen... aber noch ist nichts entschieden.

St. Helier, 9. Juli: Dänemarks unrühmliche Rolle

Delfinfang_Fareoer-Inseln ©EIANoch 36 Stunden bis zum offiziellen Beginn der IWC, doch hinter den Kulissen brodelt es bereits mächtig: Einer der großen Aufreger in diesem Jahr ist das rücksichtslose Verhalten der dänischen Delegation. Während Dänemark selbst Mitglied der EU ist und sich dem hier geltenden strengen Schutz von Walen und Delfinen verpflichtet fühlen müsste, erweist sich das nordeuropäische Land immer mehr als Problemfall. Denn es vertritt einseitig die Walfanginteressen seiner semi-autonomen Gebiete Grönland und Färöer-Inseln. In Grönland dürfen Ureinwohner per Sondergenehmigung der IWC Wale zur Selbstversorgung fangen:  190 Zwerg-, 16 Finn-, zwei Grönland- und neuerdings neun Buckelwale jährlich. Hiergegen gäbe es wenig zu sagen, wenn nicht ein erheblicher Teil des Fleisches in Supermärkten landen würde statt an die Inuit verteilt zu werden. Die Waljagd auf den Färöer-Inseln ist ohnehin nicht zu rechtfertigen: Längst haben die Färinger einen sehr hohen Lebensstandard und brauchen das Walfleisch nicht mehr. Zudem hat bereits 2008 die oberste Gesundheitsbehörde der Färöer vom Fleisch der Grindwale (engl. Pilot whales) dringend abgeraten. Dennoch torpediert Dänemark jegliche Initiative zum Walschutz. Nach Pro Wildlife vorliegenden Informationen war Dänemark maßgeblich dafür verantwortlich, dass die EU weder eine Demarche gegen Islands Walfang noch die Forderung Englands nach mehr Transparenz und weniger Korruption in der IWC unterstützt hat. Das ist für ein demokratisches und modernes EU-Land ein Skandal und wird hier hoffentlich noch offiziell zur Sprache kommen.

München, 5. Juli 2011: Countdown für die letzten Vorbereitungen

Nur noch wenige Tage bleiben, bis die nächste Runde im Tauziehen um die Wale beginnt. Bereits diese Woche finden diverse Vorgeplänkel statt und seit Monaten diskutieren wir mit Kollegen und Verbündeten aus Walschutzländern Strategien für die diesjährige Konferenz. Einer der spannendesten Momente wird der Sonntag sein, wenn feststeht, welche Länder diesmal ihre Gebühren bezahlt und somit ihr Stimmrecht erlangt haben. Die Kreditkarten aus Japan sind in diesem Jahr nach dem Tsunami und der Atomkatastrophe möglichweise weniger im Einsatz - und dann wären für dieses Jahr die Karten im Walschutz neu gemischt. Erfreut haben wir festgestellt, dass das IWC-Sekretariat nun endlich den Informationsaustausch mit der Weltgesundheitsorganisation aufgenommen hat. Seit Jahren zeigt Pro Wildlife die hohe Belastung von Wal- und Delfinfleisch mit Giftstoffen auf - in der Hoffnung, den Appetit auf das Fleisch der Meeressäuger reduzieren zu können.

2010: Internationales Jahr der Biologischen Vielfalt

Vielfalt statt Einfalt: die CBD

Die Konvention der Vereinten Nationen zur Biologischen Vielfalt (CBD, Convention on Biological Diversity) beschloss 2002 das ehrgeizige Ziel, bis zum  Jahr 2010 – dem Internationalen Jahr der Biologischen Vielfalt – das Tempo der Ausrottung von Tier- und Pflanzenarten "maßgeblich zu reduzieren". Dieses Ziel wurde klar verfehlt: Noch immer fischen High-Tech-Flotten die Meere leer, zerstören Kettensägen riesige Urwaldflächen, plündern Tierfänger die Natur für den Heimtiermarkt in den Industrieländern, tragen wir alle zur globalen Erwärmung bei.

Plumplori©A_NekarisWas ist Biologische Vielfalt? Und warum ist sie in Gefahr?

Biodiversität umfasst die Vielzahl der Ökosysteme und die Vielfalt der Arten und Gene. Zu den "Hot Spots" gehören die Regenwälder Amazoniens und Zentralafrikas, aber auch die Tiefsee oder die afrikanische Insel Madagaskar. Nicht erst der Verlust einer Art reduziert die Biodiversität, sondern bereits das Auslöschen lokaler Bestände. Bedroht ist die Biodiversität, weil der Mensch Lebensräume zerstört, seltene Tierarten rücksichtslos jagt und fängt. Eingeschleppte Tiere und Pflanzen verdrängen heimische Arten. Nicht zuletzt bewirken Umweltverschmutzung und der Klimawandel, dass unzählige Arten für immer verschwinden.

Tun auch Sie etwas für den Erhalt der Biologischen Vielfalt - mit unseren Praxistipps!

 

Pro Wildlife Kampagnen

ThunfischInFischernetz©NOAASchutz der Meere

80 Prozent der Fischbestände sind überfischt, ein Drittel aller Haiarten ist inzwischen bedroht, der Rote Thun steht vor der Ausrottung. Die EU diskutiert derzeit eine Reform ihrer Fischereipolitik, die bis 2012 in Kraft treten soll. Pro Wildlife hat einen Zehn-Punkte-Plan erarbeitet, der eine ökologisch verträgliche Fischerei ermöglichen würde. Lesen Sie mehr... 


 

Orang-Utan_Indonesien©EIASchutz der Wälder

24,3 Hektar Wald werden nach Schätzungen der Welternährungsorganisation FAO pro Minute weltweit zerstört. Der reale Verlust ist noch höher, weil die FAO Aufforstungen und Plantagen als Wald gutrechnet. Pro Wildlife setzt sich für ein EU-Importverbot für illegale Hölzer ein, um den Raubbau an den Tropenwäldern zu bekämpfen. Pro Wildlife unterstützt Projekte zum Schutz des Regenwaldes in Kamerun und Peru. Lesen Sie mehr...


 

Eisbaerenfamilie(c)iStock_000004372328Schutz des Klimas

Waldschutz ist Klimaschutz – diese beiden Kampagnen greifen Hand in Hand! Pro Wildlife informiert Verbraucher über die Herkunft von Papier, die Folgen des Tropenholzhandels und bietet mit seinem Klimarechner die Möglichkeit, die Umweltsünden von Reisen "wiedergutzumachen". Lesen Sie mehr...


 

FurciferPardalis©RWirthSchutz von Arten

Millionen Reptilien, Amphibien, Säugetiere und Fische landen alljährlich aus der Wildnis in Europas Wohnzimmern. Immer neue Arten sind durch diesen Massenhandel bedroht. Pro Wildlife setzt sich, u.a. beim Washingtoner Artenschutzübereinkommen, für weltweite Handelsbeschränkungen ein. Lesen Sie mehr...

 

Die IWC 2010 - ein Schicksalsjahr für Wale

Buckelwal©NOAADas Walfangverbot stand auf der Kippe

Vom 21. bis 25. Juni 2010 fand die 62. Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Agadir, Marokko statt; Im Mittepunkt stand ein brandgefährlicher "Kompromiss"-Vorschlag der IWC zwischen Walfängern und Walschützern, der am 23. Juni gescheitert ist. Pro Wildlife ist vor Ort und kämpft für einen strengen Schutz der Wale.

Seit 2008 hat eine kleine Gruppe von Mitgliedsstaaten der Internationalen Walfangkommission (IWC) – darunter auch Deutschland – hinter verschlossenen Türen einen "Kompromiss" ausgehandelt. Ursprünglich sollte dieser die verhärteten Fronten zwischen Walfang- und Walschutzländern aufbrechen und den bisherigen Walfang Japans, Norwegens und Islands unter die Kontrolle der IWC bringen.

Der diskutierte Kompromissvorschlag wäre ein Desaster, denn er würde...

  • ... das seit 1986 geltende kommerzielle Walfangverbot der IWC aufheben: Der Vorschlag würde Japan, Island und Norwegen die Jagd auf knapp 1.400 Wale im Jahr genehmigen – darunter so bedrohte Arten wie Finn- und Seiwale. Norwegen würde sogar mehr Wale töten dürfen, als seine Walfänger dies derzeit entgegen dem Willen der IWC tun.
  • Harpune_Island©OLindquist... Japan den Walfang ausgerechnet im Antarktisschutzgebiet genehmigen: Dieses wurde 1994 eingerichtet, um Walen eine sichere Zuflucht vor den Harpunen zu schaffen. Nun will die IWC Japan den Fang von jährlich 400 Zwergwalen und zehn Finnwalen – nach drei Jahren "nur" noch je drei Finnwale, nach fünf Jahren je 200 Zwerg- jährlich absegnen.
  • ... Japans Walfang auf Jahrzehnte manifestieren: Japans Walfang-Fabrikschiff wurde 2008 bei einem Brand stark beschädigt und nur provisorisch repariert. Derzeit steht die japanische Regierung vor der Entscheidung, Millionen in den Bau eines neuen Fabrikschiffes zu investieren. Eine IWC-legitimierte Fangquote würde die Entscheidung zugunsten des Walfangs fördern.
  • ... das Ende des internationalen Handelsverbotes für Walfleisch einläuten: Sobald das Walfangverbot kippt, droht dies auch das auf dem Jagdverbot basierende Handelsverbot des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (engl. CITES) für Walfleisch zu Fall zu bringen.
  • ... Islands Walfang bei seinen EU-Beitrittsverhandlungen stärken: Nach EU-Recht sind kommerzieller Walfang und Handel mit Walprodukten streng verboten. Würde die IWC nun Island eine kommerzielle Fangquote von 160 Walen jährlich genehmigen, erhöht dies das Risiko für eine Ausnahmeregelung bei Islands EU-Beitritt.
  • ... das bestehende Schlupfloch des "Wissenschaftswalfangs" nicht schließen. Japan hat bereits Interesse bekundet, unter dem Deckmantel der Wissenschaft auch weiterhin Wale zu fangen...

Finnwal©CentreForWhaleResearchAngebliche Zugeständnisse an die Walschutzseite:

  • ein neues Walschutzgebiet im Südatlantik – in einem Gebiet, in dem überhaupt kein Walfang stattfindet!
  • mehr Mitspracherecht für Verbände, wie dies in anderen internationalen Konventionen ohnehin längst selbstverständlich ist.
  • Daten zu Tötungsmethoden und Tierschutz, die die Walfangländer liefern sollen. Dies müssten sie laut IWC-Bestimmungen bereits jetzt und verweigern dennoch seit Jahren die Zusammenarbeit.

Die Bilanz ist klar: Der faule "Kompromiss" hätte den grausamen Walfang auf Jahre hinaus legitimiert und entscheidende Erfolge des Walschutzes zunichte gemacht, ohne greifbare Verbesserungen zu bringen.

Die IWC-Jahrestagung findet vom 21. bis 26. Juni 2010 in Agadir, Marokko, statt - zuvor gibt es bereits wichtige Vorverhandlungen. Pro Wildlife setzt sich vor Ort für einen konsequenten Walschutz ein. Wir kämpfen dafür, dass die Wale keinem faulen "Kompromiss" geopfert werden.

Wald & Klima

Moyobamba, Peru©Pro WildlifeWaldschutz ist Artenschutz

Wildtiere brauchen intakte Lebensräume. Biologische Schatzkammern zu bewahren ist uns daher ein großes Anliegen. Mit Schutzzonen und der Renaturierung gerodeter Flächen bietet Pro Wildlife Wildtieren wie Wollaffen, Anden-Springaffen und Gelbbrustaras im Amazonasbecken eine Zuflucht. In Zentralafrika bewahren wir eines der letzten Rückzugsgebiete für die seltenen Cross-River-Gorillas.
>> Vor Ort

>> Kampagnen

>> Internationales Jahr der Wälder 2011

Waldschutz vor Ort

Katta(c)BernardGagnon

Madagaskar: Solarkocher schützen Wälder

Gemeinsam mit der Organisation ADES fördert Pro Wildlife auf Madagaskar das Kochen mit Solarenergie. Denn 80 Prozent der Bäume auf Madagaskar werden als Brennholz oder für Holzkohle gefällt. Das Solarkocher-Projekt hilft, den Lebensraum von seltenen Arten wie Sifakas, Varis oder Kattas zu bewahren. Lesen Sie mehr...

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Wollaffe kletternd in Tarangue, Peru©N.StarnickPeru: Lebensraum für seltene Tierarten

Pro Wildlife und sein Projektpartner Ikamaperu haben sich zum Ziel gesetzt, den Lebensraum seltener Affen und anderer Wildtiere im Amazonasgebiet zu erhalten. In der Pufferzone des Pacaya Samiria National Reserve im Amazonas konnten wir bereits über 20.000 Hektar Primärwald langfristig unter Schutz stellen und damit  seltenen Tierarten ihren Lebensraum bewahren. Lesen Sie mehr...

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Westliche Gorillas©I.RedmondKamerun: Bienen sollen Gorillas retten

Im Kagwene-Schutzgebiet im Südwesten Kameruns leben die letzten Vertreter einer äußerst seltenen Art: Von den dort heimischen Cross-River-Gorillas gibt es weniger als 300 wildlebende Exemplare. Die laut Roter Liste der IUCN vom Aussterben bedrohte Unterart des Westlichen Gorillas lebt nur noch im Grenzgebiet zwischen Kamerun und Nigeria. Lesen Sie mehr...

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Wald- und Klimaschutz-Kampagnen

Palmoelsetzlinge(c)ProWildlifeRegenwald statt Palmöl-Plantagen!

In Kamerun planen US-Investoren 70.000 Hektar Palmöl-Plantagen - hierfür müssten riesige Regenwaldflächen weichen. Die industriellen Monokulturen sollen ausgerechnet in einem der artenreichsten Gebiete Afrikas angelegt werden. Doch der Widerstand gegen das unsägliche Projekt wächst - und das nicht nur in Kamerun!  Lesen Sie mehr...

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RegenwaldKamerun©ProWildlifeInternationales Jahr der Wälder 2011

Die Vereinten Nationen haben 2011 zum Internationalen Jahr der Wälder ausgerufen. Die meisten Regierungen und die Industrie sehen Wälder vornehmlich als Wirtschafts-Ressourcen an. Dass Wälder weit mehr sind als eine Ansammlung von Bäumen und was jeder Einzelne hier tun kann, um Wälder zu schützen,  lesen Sie hier...

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Orang--Utan in Indonesien©EIA

Finger weg von Tropenholz

Alle großen Menschenaffen leiden unter den Folgen der ungebremsten Abholzung. Pro Wildlife gibt in dem Einblick in die zerstörerische Holzwirtschaft in Indonesien, Malaysia, Kamerun und der Demokratischen Republik Kongo. Und rät Verbrauchern, auf Produkte aus tropischem Holz zu verzichten. Lesen Sie mehr...

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Sonnenuntergang©A.GabanyiUrlaubsaktion Klimaschutz

Ihre Urlaubsreise zum Schutz der Gorillas! Reisen bildet, entspannt – und belastet das Klima. Mit Hilfe unseres Klimarechners können Sie die durch Ihren Flug oder Ihre Autofahrt verursachte CO2-Emission ermitteln und für den Schutz des Gorillawaldes im Kagwene-Schutzgebiet spenden. Lesen Sie mehr...

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Recycling-Toilettenpapier©Pro Wildlife

Aktion Recycling-Papier

Mit 235 kg pro Kopf und Jahr gehört Deutschland weltweit zu den Spitzenreitern im Papierverbrauch. Leider ist die Nachfrage nach Recyclingpapier hierzulande drastisch zurückgegangen. Das recycelte Papier wird exportiert, während eigens gefällte Bäume importiert werden. Die sechs hartnäckigsten Gerüchte rund ums Recyclingpapier und was dahinter steckt. Lesen Sie mehr...

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Holztransporter in Kamerun©Pro Wildlife

Importverbot für illegales Tropenholz

Überall in den Tropen fressen sich Kettensägen rasend schnell durch riesige Waldlfächen. Jede Minute verschwinden 14 Hektar Wald unwiderbringlich. Pro Wildlife kämpft für weltweite Handelsbeschränkungen für bedrohte Baumarten. Und ein Importverbot illegal geschlagener Hölzer in die Europäische Union, um den Raubbau an den Wäldern zu beenden. Lesen Sie mehr...

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Ware Wildtier

Kaiman in Plastikbox auf Tierboerse ©Pro WildlifeWildtiere gehören in die Wildnis

Die nicht artgerechte Haltung von Wildtieren in Privathand, in Zirkussen und manchen Zoos verursacht millionenfaches Tier-Leid. Zudem stammen viele der in Gefangenschaft gehaltenen Wildtiere aus freier Wildbahn. Bei Fang, Transport und aufgrund unsachgemäßer Haltung sterben unzählige Tiere. Viele Tierarten, bis hin zu Schimpansen werden noch immer als Filmrequisite mißbraucht. Doch das Leid dieser Tiere dringt nur selten an die Öffentlichkeit. Pro Wildlife dokumentiert den lebensverachtenden Alltag des Tierhandels und schaut Dompteuren, Zoos und Anbietern von Luxusartikeln auf die Finger.

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Kampagnen

Froschschenkel_Frankreich(c)Pro Wildlife

Das Froschschenkel-Desaster

Millionen Frösche werden jährlich aus Indonesiens Reisfeldern und Tümpeln eingefangen, brutal getötet und in die EU geliefert. Europäische Gourmets verzehren Froschschenkel frittiert, als Omelette provencale oder in Tomatensauce - ohne zu wissen, was sie hiermit in der Natur anrichten. Pro Wildlife setzt sich für einen Importstopp ein. Lesen Sie mehr...

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Pythonstiefel(c)G_BeirneLeiden für den Luxus

Taschen, Schuhe und Gürtel aus Python - sie sind wieder en vogue. Doch der Kontrast zwischen den Luxusartikeln und der Realität in den Schlachthäusern Asiens könnte größer nicht sein: Warane und Schlangen werden teils noch lebend gehäutet, nachdem sie eine brutale Prozedur hinter sich gebracht haben... Pro Wildlife macht Druck auf die Designer, auf Reptilleder zu verzichten. Lesen Sie mehr...

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Guerteltier angeboten auf Tierboerse©Pro Wildlife

Tödlicher Wildtierhandel

Viele exotische Tiere sind aufgrund ihrer Ansprüche an die Haltung und Pflege als "Heimtiere" völlig ungeeignet. Deshalb setzt sich Pro Wildlife für ein Verbot von Wildtierbörsen und -märkten ein. Denn bislang können Laien ohne jegliche Vorkenntnisse die Exoten kaufen – die in ihrem neuen Zuhause oft zur Gefahr werden oder jämmerlich sterben. Lesen Sie mehr...

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Schimpanse im Zoo©Pro Wildlife

Hilfe für Tiere in Zoo und Zirkus

Zoos präsentieren sich häufig als Einrichtungen, die dem Artenschutz dienen. Hiergegen spricht nicht nur, dass Zoos noch immer Tiere aus freier Wildbahn einfangen lassen. Auch die Haltung in zu kleinen Gehegen mit mangelnden Beschäftigungsmöglichkeiten ist inakzeptabel und kann zu Verhaltensstörungen, Krankheiten und Todesfällen führen. Pro Wildlife kämpft gegen diese Missstände. Lesen Sie mehr...

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auf Transport verendete Fische©R.FenskeMassentod bei Wildtiertransporten

Beispiel exotische Vögel: Von fünf gefangenen Papageien gelangt nur einer lebend an seinem Bestimmungsort an. Auch bei Zierfischen betragen die Verluste 50 bis 90 Prozent. Pro Wildlife kämpft gegen die Grausamkeit des Wildtierhandels. Lesen Sie mehr...

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Artenschutz

Hyazinthara©R.Wirth Schatzkammer Natur

Über 16.000 Tier- und Pflanzenarten sind laut der Roten Liste der IUCN vom Aussterben bedroht. Das aber bedeutet noch längst nicht, dass sie gesetzlich geschützt sind. Pro Wildlife engagiert sich für Wildtiere und ihre Lebensräume – weltweit: durch die Unterschutzstellung bislang ungeschützter Arten und die Verbesserung und konsequente Umsetzung bestehender Gesetze.

 

>> Kampagnen

>> Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen

>> 2010: Internationales Jahr der Biologischen Vielfalt

 

Kampagnen zum Artenschutz

Elfenbeinbeschlagnahmung©LAGAKampf gegen die Wilderei

Artenschutzgesetze allein nützen wenig – wenn sie nicht eingehalten werden. Daher unterstützt Pro Wildlife Projekte in Kamerun und der Republik Kongo, die Wilderer und Tierschmuggler überführen und dafür kämpfen, dass die Behörden die Jagd auf geschützte Tierarten konsequent ahnden. Lesen Sie mehr...

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Plumplori angeboten auf Markt in Medan, Indoneisen©A.Miehs

Gesetze verbessern

Das Schicksal vieler Arten ist so unbeachtet, dass sie durch die weiten Maschen der Artenschutzgesetze fallen. Selbst Arten, die in der Roten Liste gefährdeter Arten stehen, sind nicht automatisch von der internationalen Gesetzgebung erfasst. Der Tierhandel und die Haltung von Exoten in Privathand zeigen dies deutlich. Lesen Sie mehr...

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Chamaeleon©A.GabanyiDas Washingtoner Artenschutzübereinkommen

Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) soll Tier- und Pflanzenarten vor der Ausrottung durch den Handel bewahren. Ohne das Abkommen stünde es um rund 28.000 Pflanzen- und 5.000 Tierarten, darunter Elefanten, Wale und Meeresschildkröten, wesentlich schlechter. Lesen Sie mehr...

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Pro Wildlife auf CBD 2008©Pro WildlifeErfolge im Artenschutz

Für viele Arten gelten dank Pro Wildlife weltweit strengere internationale Gesetze. Als Koordinator des Species Survival Network (SSN), einem weltweiten Artenschutz-Netzwerk, arbeitet Pro Wildlife mit daran, gefährdete Wildtiere weltweit unter Schutz zu stellen.
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Lemur Madagaskar(v)Mbz1_wikimediaBiologische Vielfalt

Biodiversität - das bedeutet mehr als den Erhalt einzelner Arten. Es bedeutet den Schutz komplexer Ökosysteme, des Klimas und der genetischen Vielfalt. Pro Wildlife setzt sich deshalb für den Schutz einzelner Arten, den Schutz der Wälder vor Abholzung, der Meere vor Überfischung sowie für den Klimaschutz ein. Lesen Sie mehr...

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Wal- und Delfinschutz

Buckelwalfamilie©G_Degen

Schutz für Meeressäuger

Pro Wildlife setzt sich für einen konsequenten Schutz von Walen und Delfinen ein. Die Meeressäuger werden zu Zehntausenden gejagt, ihr Lebensraum immer mehr verschmutzt. Ihre Nahrung aus Fisch und Krill schwindet wegen der Überfischung der Meere. Pro Wildlife dokumentiert, welche Folgen Überfischung, Umweltverschmutzung und Klimaveränderung für die Meeressäuger haben und wie die Jagd das Überleben der Meeressäuger bedroht. Unsere Studien tragen auf Konferenzen der Internationalen Walfangkommission (IWC) dazu bei, eine weitere Lockerung des Walschutzes zu verhindern.

>> Die Internationale Walfangkommission

>> Vor Ort

>> Kampagnen

 

Delfinschutz vor Ort

TursiopsAduncus(c)LaaudeMehr Wissen = mehr Schutz

Der Chinesische Flussdelfin gilt seit 2006 als ausgestorben. Viele weitere Delfinbestände sind inzwischen durch Beifang, Verschmutzung und Jagd bedroht. Oft scheitern jedoch konkrete Schutzmaßnahmen daran, dass zu wenig über die Gefahren und die Bestandsgrößen bekannt ist. Pro Wildlife fördert deshalb die Erforschung von Delfinbeständen. Lesen Sie mehr...

 

Fischernetz Franciscana Projekt©AquaMarina CECIM

Südamerika: Beifang reduzieren

Jährlich sterben weltweit etwa 300.000 Kleinwale und Delfine qualvoll in Fischernetzen. Besonders bedroht sind die Franciscana-Delfine, die nur an der Ostküste Südamerikas vorkommen. Pro Wildlife unterstützt die Suche nach Fangmethoden, die die Delfine schützen und die auch von den lokalen Fischern genutzt werden können. Lesen Sie mehr...

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Kampagnen

Buckelwale©NOAADie Internationale Walfangkommission (IWC)

Die massive Waljagd im 19. und 20. Jahrhundert ließ die  Bestände vieler Walarten dramatisch sinken. Seit 1931 versuchte man, die vollständige Ausrottung der begehrten Beute zu verhindern. Die zahlreichen Absprachen erwiesen sich jedoch in der Praxis als unzureichend. Im Jahre 1946 wurde endlich die "Konvention zur Regelung des Walfangs" ins Leben gerufen, die zur Umsetzung ihrer Ziele die Internationale Walfangkommission (IWC) gründete. Erst 1982 erreichte die IWC einen Durchbruch zum Walschutz – ein Moratorium für den kommerziellen Walfang, das 1986 endlich in Kraft trat. Lesen Sie mehr...

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Buckelwalfluke©NOAA

Walfang: Tricks der Walfänger entlarven

Seit 1986 gilt ein kommerzielles Fangverbot für alle Großwale. Doch dieser Beschluss der Internationalen Walfangkommission (IWC) hat verhängnisvolle Schlupf- löcher, dank derer die Walfangstaaten skrupellos jährlich rund 2.000 Wale töten können. Pro Wildlife kämpft für den Schutz der Meeresriesen. Lesen Sie mehr...

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Weißstreifendelfin©NOAADelfinfang: Protest gegen Jagd und Delfinarien

Großwale unterliegen weltweit einem Jagd- und Handelsverbot – die Lage ihrer kleinen Vettern dagegen ist kritisch. Kleinwale und Delfine geraten immer mehr an den Rand der Ausrottung. Pro Wildlife kämpft für einen besseren Schutz der Meeressäuger und gegen die vollkommen unnatürliche Haltung der Tiere in Delfinarien in Europa. Lesen Sie mehr...

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Affenschutz

Cantsbe Silberrücken Berggorilla Ruanda © Ian RedmondHilfe für bedrohte Affen

Fast die Hälfte aller Affenarten ist vom Aussterben bedroht. Sie werden ihres Fleisches wegen gewildert, für den Tierhandel gefangen oder durch die Abholzung der tropischen Regenwälder aus ihrem Lebensraum verdrängt. Pro Wildlife hilft vor Ort, bedrohte Primaten wie Schimpansen, Gorillas, Drills, Meerkatzen, Wollaffen und Klammeraffen zu retten und ihnen eine sichere Zukunft zu geben. Wir setzen uns dafür ein, dass die Jagd auf Affen eingedämmt wird. Um ihren Lebensraum zu bewahren, kämpfen wir für den Schutz der Urwälder weltweit. Unser Ziel: intakte Regenwälder erhalten und den Affen ihren Lebensraum zurückgeben. 2010 wurde unser Affenschutzprojekt mit dem 1. Preis der Yves-Rocher-Umweltstiftung "Trophée de Femmes" ausgezeichnet. Lesen Sie mehr...

Elefantenschutz

Elefant in Afrika©A.Gabanyi

Hilfe für Elefanten in Afrika und Asien

Pro Wildlife setzt sich dafür ein, dass Elefanten in Freiheit, in ihrem natürlichen Lebensraum eine Zukunft haben. Wir kämpfen gegen den Elfenbeinhandel und die Wilderei, der jedes Jahr Zehntausende Elefanten zum Opfer fallen. Pro Wildlife hilft Elefantenwaisen in Asien zu retten und in einem sicheren Nationalpark wieder auszuwildern. Wir unterstützen die Sicherung von Schutzgebieten (z.B. in Äthiopien), helfen Tiere in Notfallsituationen zu retten und setzen uns konsequent gegen staatliche Abschussgenehmigungen für Elefanten ein.

>> Vor Ort

>> Kampagnen

 

Elefantenschutz vor Ort

Elefantenwaise Indira im Elephant Transit Home, Sri Lanka©Pro Wildlife Asien: Das Elefantenwaisenhaus

Das Elephant Transit Home (ETH) im Süden Sri Lankas pflegt verwaiste und verletzte Elefantenbabys gesund und bereitet sie auf ihre Rückkehr in die Freiheit vor. Pro Wildlife unterstützt das Elefantenwaisenhaus durch sein Patenschaftsprojekt für den Elefantenschutz. Lesen Sie mehr...

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Elefant am Wasserloch©A.GabanyiAfrika: Wasser für Wüstenelefanten

Seit einem Viertel Jahrhundert gab es keine solch dramatische Dürre mehr im westafrikanischen Mali: Auf der Suche nach Wasser legen die Elefanten extrem weite Strecken zurück – doch viele Wasserstellen sind bereits versiegt. Pro Wildlife und Save the Elephants helfen, Wasser für die verdurstenden Elefanten bereit zu stellen. Lesen Sie mehr...

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Plantage im Babile Elefantenreservat in Äthiopien©C.P.Berries

Afrika: Kein Biodiesel im Reservat

Pro Wildlife enthüllte, dass das in Deutschland ansässige Unternehmen Flora EcoPower AG Plantagen für die Ölproduktion ausgerechnet in einem Elefantenschutzgebiet in Äthiopien angelegt hat. Pro Wildlife informierte die Medien und organisierte eine Protestaktion. Die Plantagen wurden inzwischen stillgelegt. Lesen Sie mehr... 

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Kampagnen zum Elefantenschutz

Elfenbein-Beschlagnahme©LAGAKampf dem Elfenbeinhandel

Pro Wildlife kämpft für den strengen Schutz aller Elefanten und gegen Versuche, das Elfenbeinhandelsverbot aufzuweichen. Zehntausende Elefanten werden jährlich Opfer der Elfenbeinwilderei. Pro Wildlife enthüllt die Hintergründe und unterstützt die Mehrheit der afrikanischen Staaten, die einen konsequenten Elefantenschutz wollen. Lesen Sie mehr...

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Elefantenbulle beim Schlammbad©A.GabanyiEinsatz gegen die Trophäenjagd

Die Großwildjagd auf die „Big Five“ (Elefant, Nashorn, Löwe, Leopard und Büffel) ist noch heute ein beliebtes Urlaubsvergnügen betuchter Hobbyjäger. In einigen afrikanischen Staaten ist der Abschuss bedrohter Wildtiere, einschließlich der hochintelligenten Elefanten, noch immer  legal. Pro Wildlife enthüllt die Falschinformationen, mit denen die Trophäenjagd propagiert wird.  Lesen Sie mehr...

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Elefantenherde©A.Gabanyi

Tötung von Elefantenherden

Südafrika verabschiedete 2008 neue Richtlinien, die den Abschuss ganzer Elefantenherden in Ausnahmefällen ermöglichen. Die Behörden müssen allerdings jeden einzelnen Fall prüfen und genehmigen, bislang sind keine konkreten Abschusspläne bekannt. Die Tötungsaktionen waren 1994 aufgrund weltweiter Proteste gestoppt worden. Zwischen 1966 und 1994 fielen in Südafrika 16.000 Dickhäuter dem grausamen „Culling“ zum Opfer, bei dem ganze Elefantenfamilien von Helikoptern aus abgeschossen wurden. Pro Wildlife lehnt die Massentötungen ab: Sie sind nicht nur ethisch untragbar sondern auch aus ökologischer Sicht höchst umstritten. Lesen Sie mehr...

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Elefant im Zoo©Pro Wildlife

Für ein Elefantenleben in Freiheit

Elefanten gehören zu den Hauptattraktionen in Zoos und Zirkussen. Doch die Haltung von Elefanten in Gefangenschaft ist eine endlose Leidensgeschichte, mit zahllosen Todesfällen bei Mensch und Tier. Pro Wildlife kämpft für das Leben von Elefanten in Freiheit und setzt sich u.a. gegen den Fang wilder Elefanten für Zoos und Vergnügungsparks ein. Lesen Sie mehr...

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