Affenschutz in Asien

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Zwergplumplori © U.Streicher

Handelsverbot für kleine Affen

Plumploris, kleine nachtaktive Affen aus Südostasien, werden jährlich zu Tausenden illegal gefangen und als Haustier oder zur Herstellung angeblicher Heilmittel verkauft. Auf Initiative von Pro Wildlife wurde der internationale Handel mit Plumploris strikt verboten: Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (engl. CITES) stellt die Tiere seit 2007 unter strengen Schutz.

 Damit dieser strenge Schutz auch umgesetzt wird, entwickelte Pro Wildlife gemeinsam mit der Oxford-Brookes-Universität in England Informationsmaterial in sieben Sprachen. Sie informieren über die unterschiedlichen Plumplori-Arten, ihr Aussehen und ihren gesetzlichen Schutz. In China, Kambodscha, Thailand, Malaysia, Vietnam und Indonesien verwenden inzwischen die CITES-Behörden und verschiedene Organisationen unser Informationsmaterial, um Zoll- und Polizeibeamte zu schulen und den illegalen Handel zu bekämpfen.

Quarantänekäfig für Plumploris in Ciapus © IARQuarantänegehege für Plumploris

In der Primaten-Auffangstation in Ciapus (nahe Jakarta, Indonesien) finanzierte Pro Wildlife den Neubau eines Quarantänegeheges. Dort leben derzeit 28 Plumploris, 15 weitere Tiere sollen aus einer staatlichen Auffangstation in Jakarta aufgenommen werden. Seit Pro Wildlife erreichen konnte, dass die Plumploris international geschützt wurden, werden immer wieder Tiere bei Razzien und Zollkontrollen beschlagnahmt. Die Tierärztin Karmele Sanchez muss fast alle Neuankömmlinge erst einmal medizinisch versorgen: Sie haben v.a. im Mund Wunden und Infektionen. Da die kleinen Affen empfindlich beißen können und ihr Biss giftig ist, kneifen ihnen die Tierhändler die Zähne ab oder reißen sie einfach aus. So weit möglich werden die gesund gepflegten Tiere wieder ausgewildert, dauerhafte Pflegefälle bleiben in der Auffangstation. Dort wird u.a. dringend ein Blutanalyse-Gerät benötigt – wir freuen uns über jede Form von Unterstützung.