Gnadenbrot für Versuchsschimpansen!
Die Firma Baxter muss endlich für 41 teils schwerkranke Schimpansen eine dauerhafte und tierschutzkonforme Unterbringung finden!
Baxter-Schimpansen
Sehr geehrter Herr Kupatt,
mit Befremden habe ich erfahren, dass das Pharmaunternehmen Baxter bis heute keine tierschutzgerechte dauerhafte Unterbringung für seine 41 Schimpansen aus früheren Aids- und Hepatitis-Versuchen gefunden hat. Noch immer leben die Tiere in einem ehemaligen Tierpark in Österreich, wo die Innengehege den geforderten Mindeststandards nicht genügen und laut Gesetz vorgeschriebene Außengehege völlig fehlen.
Bei diesen armen Kreaturen handelt es sich um Wildfänge, das heißt sie wurden als Jungtiere in Zentralafrika gewaltsam ihren Familien entrissen. Diesem Trauma folgten Jahre, teils sogar Jahrzehnte in Isolationshaltung in kleinen Käfigen, damit an ihnen Experimente für die HIV- und Hepatitisforschung durchgeführt werden konnten. Die Folge: Die meisten Tiere leiden an starken Verhaltensstörungen und Essstörungen, sie sind aggressiv und verletzen sich selbst. Viele von ihnen sind nicht sozialisiert. Jeder zusätzliche Stress würde den Zustand der Schimpansen weiter verschlechtern. Nun soll gar ein Teil der hochgradig verhaltensauffälligen Tiere an einen Zoo in Ungarn abgegeben werden, wo der andauernde Publikumsverkehr sie unter enormen Stress setzen würde. Für den Gesundheitszustand und das mühsam aufgebaute Sozialleben dieser Schimpansen muss mit sehr negativen Folgen gerechnet werden. Für die übrigen Tiere ist sogar ein Einschläfern im Gespräch – dies ist völlig inakzeptabel!
Ich fordere Sie als Geschäftsführer der Baxter Deutschland GmbH auf, dass Ihr Unternehmen im Gespräch mit Tierschutzverbänden umgehend Lösungen erarbeitet, die eine langfristige und tierschutzkonforme Unterbringung der Schimpansen sicherstellen! Baxter muss die mit einer solchen Lösung verbundenen Kosten übernehmen, da es sich der Verantwortung für diese 41 Schimpansen nicht entziehen darf!
Hochachtungsvoll,
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