Wasser für die Wüstenelefanten
Dürre in Westafrika: Hilfe für Elefanten
Seit 26 Jahren gab es keine solch dramatische Dürre mehr im westafrikanischen Mali: Auf der Suche nach Wasser legen die Elefanten extrem weite Strecken zurück – doch viele Wasserstellen sind bereits versiegt. Pro Wildlife und Save the Elephants helfen ein Wasserreservoir bereit zu stellen und Grundwasser für die durstenden Elefanten an die Oberfläche zu pumpen.
Wasser Marsch!
Im Frühjahr 2009 bat der berühmte Elefantenforscher Iain Douglas-Hamilton Pro Wildlife um dringende Hilfe. Mit seiner Organisation Save the Elephants beobachtet er seit langem die Elefanten Malis. Die 350 bis 450 Tiere sind die nördlichste Population Afrikanischer Elefanten, sie leben in einem extrem trockenen Gebiet am Rand der Sahara. Klimaveränderungen und die Zunahme von Viehzucht und Wilderei haben den Elefantenbestand in den letzten 30 Jahren um die Hälfte dezimiert.
Auf ihren Wanderrouten entlang der wenigen Wasserquellen trotzen diese „Wüsten-Elefanten“ härtesten Bedingungen: Sie durchqueren Sanddünen und haben Wanderrouten von jährlich 700 km. Diese speziellen Tiere sind zwar an das Leben in Trockenheit angepasst, doch ganz ohne Wasser können auch sie nicht auskommen.
Die verzweifelte Suche der Elefanten nach Wasser droht zudem, das Zusammenleben zwischen Mensch und Elefant zu gefährden: Oft genug sind Wildtiere und Rinder auf die selben Quellen angewiesen. Mit der Bereitstellung von Wasser soll auch der Konflikt zwischen Dickhäutern und Nomaden entschärft werden.
Rettung in letzter Minute!
In einem eilig umgesetzten Notfallplan wurden die durstenden Dickhäuter mit Wasser versorgt. Die bereits im Jahr 2000 vorinstallierten Pumpen am "Lake Banzena" mussten so schnell wie möglich wieder flott gemacht werden. Zudem wurde ein Betonbecken gebaut, das in Notzeiten als Wasserreservoir dient. Bis die Regenfälle einsetzen, sind Malis Elefanten mit Wasser versorgt. Pro Wildlife konnte Dank der Hilfe vieler Elefantenfreunde dieses Projekt unterstützen.



