Regenwaldschutz in Peru
Lebensraum für seltene Tierarten
Das Projekt Ikamaperu wurde ins Leben gerufen, um seltene Affen und andere Wildtiere und ihren Lebensraum zu schützen. Pro Wildlife unterstützt das Projekt seit 2004. Neben dem Affenwaisenhaus in Tarangue (Provinz Moyobamba) betreiben wir gemeinsam aktiven Waldschutz im Südwesten Perus, um den Lebensraum zahlreicher seltener Tierarten zu erhalten und für die Affen einen sicheren Platz zu haben, an den sie ausgewildert werden können. Mitten im Einzugsgebiet des Amazonas sichern wir gemeinsam mit unserem Projektpartner 20.000 Hektar Primärwald mit einer einzigartigen Biodiversität. Durch Aufklärungs- und Umweltbildungkampagnen und durch die Förderung einer Baumschule wird die lokale Bevölkerung in die Projekte einbezogen und dazu bewegt, den Schutz ihrer wertvollen Naturreichtümer selbst in die Hand zu nehmen.
Das Pacaya-Samiria-Schutzgebiet
Perus größtes Naturschutzgebiet, das über zwei Millionen Hektar große Pacaya Samiria National Reserve beherbergt zahlreiche seltene Säugetierarten, darunter viele Affen und Nagetieren. Insbesondere die Fauna der Gewässer ist eine biologische Schatzkammer: Hier finden seltene Arten wie der Schwarze Kaiman und der Amazonas-Delfin Zuflucht. Die zentrale Lage des Schutzgebietes im peruanischen Amazonasgebiet und die immense Ausdehnung gewährleisten den Schutz ganz unterschiedlicher Ökosysteme, wobei die teilweise überfluteten Wälder ein besonders wertvolles Biotop darstellen. Die immergrünen Wälder mit seltenen Mahagoni-Arten, Buritie-Palmen und der Steinnuss-Palmen beherbergen Papageienschwärme, seltene Pekaris und Tapire. Rings um das Schutzgebiet erstreckt sich eine Pufferzone, die den Druck durch menschliche Aktivitäten (wie Landwirtschaft, Jagd und Abholzung) auf den Park selbst verhindern soll. Im Nordwesten des Pacaya-Samiria-Schutzgebietes, nahe der Stadt Lagunas, sichern Pro Wildlife und Ikamaperu 54 Hektar wertvollen Regenwaldes – der Kauf des Landes wurde finanziert dank eines Spendenlaufes des Tübinger Uhland-Gymnasiums. Weitere 18.000 Hektar sollen durch eine langfristige Konzession sicher gestellt werden. Die Bevölkerung vor Ort erhält als Gegenleistung für ihre Hilfe, die Affen und Wälder zu schützen, Unterstützung für den Erhalt ihrer Kultur und Bildungsmöglichkeiten.




