Stoppt die Jagd auf die letzten Wüstenelefanten!


Folgende E-Mail wird (in Englisch) an den Minister für Umwelt & Tourismus in Namibia, Herrn Uahekua Herunga, und den Botschafter der Republik Namibia in Deutschland, Herrn Neville Melvin Gertze, geschickt:

Stoppen Sie die Jagd auf die letzten Wüstenelefanten!

Sehr geehrter Herr Minister,
Sehr geehrter Herr Botschafter,

Ich bin schockiert, dass die Regierung von Namibia den Abschuss von neun Elefanten in der Kunene-Region genehmigt hat, in der die extrem bedrohten Wüstenelefanten Namibias leben. Zwei Tiere (Delta und Echo) wurden bereits getötet, in den zweiten Abschuss war eine deutsche Jagdfirma involviert. Die Jagd auf einige der letzten verbliebenen fortpflanzungsfähigen Elefantenbullen setzt das Überleben dieser kleinen, gefährdeten Population aufs Spiel. Im Gegensatz zur Stellungnahme Ihrer Regierung ist dies weder „nachhaltig“ noch eine „gute Naturschutzpraxis“. Ganz im Gegenteil schadet der Abschuss der letzten Wüstenelefanten Namibias Ansehen im Naturschutz und als beliebtes Reiseziel, insbesondere für deutsche Touristen.

Die Ausfuhr von Jagdtrophäen von Wüstenelefanten verstößt zudem gegen das internationale Washingtoner Artenschutzübereinkommen: Wüstenelefanten haben einen sehr kleinen, gefährdeten Bestand, der sowohl geografisch, als auch durch Verhalten und Körperbau der Tiere deutlich abgegrenzt ist. Die Jagd bedroht das Überleben dieser Population. Aufgrund der widrigen Lebensumstände bekommen Wüstenelefanten seltener Nachwuchs und die Sterblichkeit bei Jungtieren ist besonders hoch. Wissenschaftler bestätigen, dass der Abschuss fortpflanzungsfähiger Tiere fatale Konsequenzen für die Wüstenelefanten hat.

Ich fordere die Regierung Namibias daher eindringlich auf, die erteilten Abschussgenehmigungen umgehend zurückzuziehen und jegliche Jagd auf die bedrohten Wüstenelefanten zu beenden.

Ein lebender Elefant ist wertvoller als ein toter – gerade die letzten Wüstenelefanten spielen für Namibias Foto-Tourismus eine herausragende Rolle. Die Vernichtung dieser besonderen Tiere für Jagdtrophäen und als angebliche „Problemtiere“ gefährdet auch den Lebensunterhalt der lokalen Bevölkerung. Anstatt Wüstenelefanten zu töten, bitte ich Ihre Regierung, die bereits vorhandenen, alternativen, wirklich nachhaltigen Einkommensquellen in der Kunene-Region auszubauen und so ein friedliches Zusammenleben von Menschen und Tieren sicher zu stellen.

Mit freundlichen Grüßen