Palmölplantagenpläne gefährden Orang-Utans


Folgender Protest wird in englischer Sprache an den Ministerpräsidenten des malaysischen Bundesstaares Sabah, Herrn Musa Aman, sowie die Botschaft von Malaysia in Berlin verschickt:


 

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Aman,

ich war entsetzt, als ich hörte, dass die Regierung Sabahs plant, 25.000 Hektar Regenwald für den Anbau von Ölpalmen abzuholzen, obwohl die Region dafür nachweislich ungeeignet ist. Mit diesem sinnlosen Vorhaben gefährden Sie nicht nur die die Existenz der betroffenen Kleinbauern und dort lebenden Wildtieren sondern auch die akut vom Aussterben bedrohten Orang-Utans.

Die aktuelle Studie „Synergies for Improving Oil Palm Production and Forest Conservation in Floodplain Landscapes“ von Abram et al. belegt, dass das Areal in der Kinabatangan Region auf Borneo für jegliche Form der Landwirtschaft untauglich ist, da zwei Drittel der Fläche saisonal überflutet werden. Letztendlich wäre über die Hälfte der Ernte unbrauchbar. Zudem würde die Abholzung des Regenwaldes die bereits stark fragmentierten Wälder der Region weiter zersplittern und damit Konflikte zwischen Mensch und Natur verstärken.

Die Bestände des endemischen Borneo-Orang-Utans (Pongo pygmaeus) sind in den letzten Jahrzehnten bereits stark zurückgegangen – hauptverantwortlich dafür ist der Lebensraumverlust – infolge der anhaltenden Regenwald-Rodungen für Palmöl-Monokulturen. Selbst in den Tiefebenen, in denen noch die meisten Orang-Utans Zuflucht finden, ist die Population bereits auf fünf bis zehn Prozent der ursprünglichen Populationsgröße gesunken! Mit der neu geplanten Palmölplantage unterstützen Sie die Ausrottung der größten baumbewohnenden Säugetiere dieser Erde.

Die Existenz von einzigartigen, bedrohten Tieren liegt in Ihren Händen. Ich bitte Sie eindringlich, dieses Gebiet zum Naturschutzgebiet zu erklären und alle Rodungspläne zu annullieren.

Mit freundlichen Grüßen