Please seize these protected primates!


Diese E-Mail geht in Englisch an den Minister Kameruns für Wald und Wildtiere, Herrn Philip Ngolle, sowie in Kopie an die kamerunische Botschaft in Berlin.
 

Sehr geehrter Herr Minister,

Ich habe erfahren, dass sich deutsche Kamerun-Touristen über die Haltung streng geschützter Schimpansen, Meerkatzen und Pavianen beschwert haben. Die Tiere werden von einem gewissen Baba Ahmadou Danpullo, Ndawara Highland Tea Estates auf der Elba Ranch im Südwesten Kameruns gehalten. Diese Tiere sind nach dem Naturschutzgesetz No. 94/01 und der Verordnung 95/466 streng geschützt; diese Privathaltung untergräbt das Naturschutzrecht und die Schutzbemühungen in Kamerun. Ich bitte Sie und Ihre Regierung höflich, die notwendigen Schritte hiergegen zu unternehmen.

Zudem möchte ich Sie darauf hinweisen, dass die Haltung unter solch schlechten Bedingungen (teils angekettet, teils in winzigen Verschlägen eingepfercht, aus ihrer natürlichen Umgebung und ihrer Familie herausgerissen, isoliert von Artgenossen) bei deutschen Steuerzahlern Verärgerung auslöst – Deutschland ist schließlich seit 45 Jahren ein äußerst wichtiger Geldgeber für Entwicklungs- und Schutzmaßnahmen in Kamerun.

Über das vergangene Jahrzehnt hat Kamerun seinen Artenschutzvollzug auf beeindruckende und effektive Weise verstärkt – hierfür möchte ich Ihnen und Ihrer Regierung gratulieren. Es würde diesen guten Eindruck verstärken, wenn die Affen auf der Elba Ranch beschlagnahmt und in eine geeignete Auffangstation würden. Ich hoffe sehr, dass Sie diesen Fall sehr bald lösen können – Artenschutzvollzug darf nicht vor einflussreichen Privatpersonen Halt machen!

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und verbleibe hochachtungsvoll