Presseinformation: Walfang
Künstler gegen Walfang
Prominente setzen sich für Schutz der Wale ein
München, 18. Juni 2010. Senta Berger, Axel Milberg, Christian Tramitz, Hannes Jänicke und weitere Prominente sagen „Nein zum Walfang“. Diese Botschaft geben sie Vertretern der Bundesregierung mit auf den Weg, wenn diese vom 21. bis 25. Juni auf der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Marokko über die Zukunft des Walfangs verhandeln. Mit dem Aufruf unterstützen die prominenten Walfreunde die Artenschutzorganisation Pro Wildlife und wenden sich gegen einen Vorschlag der IWC, den kommerziellen Walfang wieder zuzulassen. „Diese Wunder der Erde sollen leben und geschützt werden“, sagt Schauspieler Axel Milberg. Senta Berger ergänzt: „Walfang ist unnötig und grausam - und viele Walarten sind bedroht. Es darf keine Rückkehr zum kommerziellen Walfang geben.“
Seit 25 Jahren gilt ein kommerzielles Walfangverbot. Doch Island, Norwegen und Japan halten sich nicht daran, und nutzen gesetzliche Schlupflöcher, um dennoch Wale zu jagen. Geht es nach dem Kompromiss-Vorschlag der IWC, sollen die drei Länder für zehn Jahre Fangquoten erhalten – ganz legal und zu kommerziellen Zwecken. Die Gegenleistung: Es soll ein neues Walschutzgebiet im Südatlantik geschaffen werden - in einem Gebiet, in dem ohnehin keine Wale gejagt werden. „Dieser Vorschlag ist für die Wale ein Desaster“, sagt Sandra Altherr von Pro Wildlife, die an den Verhandlungen teilnimmt. „Wir werden gegen diesen Rückschritt kämpfen. Und die breite Unterstützung, die wir von bekannten Persönlichkeiten ebenso erfahren wie von tausenden engagierten Bürgen, zeigt, dass die Öffentlichkeit einen kommerziellen Walfang nicht akzeptiert.“
Fangquoten: eine Belohnung für die Walfangländer
Stimmen die 88 IWC-Mitgliedsstaaten dem Vorschlag zu, könnten Island, Norwegen und Island wieder zu kommerziellen Zwecken Wale jagen und auch wieder international handeln. Jährlich dürften bis zu 1400 Wale getötet werden, darunter stark gefährdete Arten. Sogar im Antarktis-Schutzgebiet würde wieder Jagd auf Meeressäuger gemacht. „Wir befürchten, dass Länder wie Südkorea und Russland dann auch Ansprüche anmelden und ihre eingemotteten Harpunen wieder auspacken müssen“, warnt Altherr vor den Folgen.
Prominente Walschützer
Auf www.prowildlife.de/persoenlichkeiten sprechen sich bekannte Schauspieler, Moderatoren und Autoren gegen jeglichen kommerziellen Walfang aus. „Diese Unterstützung gibt uns großen Rückhalt für die Verhandlungen in Marokko“, sagt Altherr, die bereits seit Mittwoch an den Vorverhandlungen teilnimmt.



