Presseinformation: Exotenhandel
Vogelbörse in Straubing gestoppt
Veranstalter zieht Konsequenzen aus massiven Verstößen gegen den Tierschutz
München, 2. Januar 2008. Die traditionell am 6. Januar (Heilige Drei Könige) stattfindende Vogelbörse in Straubing ist abgesagt. Die Veranstalter ziehen damit die Konsequenzen aus den Missständen vergangener Veranstaltungen, die Pro Wildlife umfassend dokumentiert hatte. Die Münchner Tierschutzorganisation schaltete den Bayerischen Landtag ein und veranlasste strenge Auflagen. Die Veranstalter sehen sich nicht in der Lage, diese zu erfüllen.
Pro Wildlife fand auf der Vogelbörse Straubing 2005 und 2007 eklatante Verstöße gegen Tierschutzvorgaben vor. So waren Papageien und andere Ziervögel in winzige Käfige eingepfercht, ohne Wasser, Futter oder Sitzstangen (s. Foto). Sogar verletzte Vögel wurden angeboten. Besucher und Verkäufer ignorierten vor den Augen des Veranstalters die Börsenordnung.
Nachdem der Bayerische Landtag 2005 die Missstände in Straubing diskutiert hatte, fand der Termin im Folgejahr unter strenger Aufsicht der Bayerischen Tierschutzbehörden statt. Doch beim Termin im Januar 2007 fehlte eine überregionale behördliche Überwachung – und prompt traten die früheren Missstände wieder auf. Die erneute Pro Wildlife Dokumentation erreichte, dass der Geflügelzuchtverein Straubing ein Konzept vorlegen mussten, wie er Verstöße künftig verhindern wolle. Als Konsequenz der wiederholten Skandale sagte der Veranstalter nun die Vogelbörse ab. Der Geflügelzuchtverkauf soll jedoch stattfinden.



