Gesetze verbessern

Plumplori auf Markt in Medan, Indonesien©A.Miehs

Pro Wildlife hilft, Schutzgesetze zu verbessern

In nationalen wie internationalen Gremien z.B. des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) und der Internationalen Walfangkommission (IWC) arbeitet Pro Wildlife daran, bessere gesetzliche Regelungen für den Schutz von Wildtieren zu erreichen. 

National: Pro Wildlife fordert auf verschiedensten Ebenen einen besseren Schutz von Wildtieren ein: Sei es das Tierschutzgesetz, Regelungen zur Haltung von Wildtieren in Privathand, Zoos und Zirkussen oder Bestimmungen zum Wildtierhandel. Zum Beispiel kämpft Pro Wildlife seit langem gegen die Einfuhr von und den Handel mit Wildtieren für den Heimtiermarkt. Nach langem Tauziehen setzte das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) eine Arbeitsgruppe ein, in der Pro Wildlife für die Eindämmung der Missstände auf sogenannten Tierbörsen, Flohmärkten für Wildtiere, kämpfte. Nach hitzigen Verhandlungen veröffentlichte das BMELV "Leitlinien zur Ausrichtung von Tierbörsen unter Tierschutzgesichtspunkten". Pro Wildlife überprüft, ob diese Richtlinien in der Praxis eingehalten werden. Doch oft gehen Behörden vor Ort nur unzureichend gegen Missstände vor. Pro Wildlife setzt sich weiter gegen den Tierhandel ein und fordert rechtsverbindliche Verordnungen.

Regenwald im Südwesten Kameruns©Pro WildlifeEuropäische Union: Immer mehr Entscheidungen werden nicht von nationalen Regierungen, sondern von der Europäischen Union getroffen. Daher setzt sich Pro Wildlife in Brüssel für einen besseren Schutz von Wildtieren und ihren Lebensräumen ein. Beispielsweise kämpften wir mit Erfolg für ein EU-Importverbot für Wildvögel. Es wurde 2007 verabschiedet und beendet den millionenfachen Fang von Wildvögeln für die EU. Wir erreichten zudem u.a., dass Brüssel seit 2004 die Einfuhr von Braunbär-Jagdtrophäen aus Britisch-Kolumbien (Kanada) verbietet. Pro Wildlife setzt sich derzeit u.a. dafür ein, dass die EU die Einfuhr von illegal geschlagenem Holz verbietet, um den Raubbau an den Urwäldern zu stoppen.

Buckelwal im Sprung©Pro WildlifeInternational: Pro Wildlife arbeitet aktiv an der Weiterentwicklung des Washingtoner Artenschutzübereinkommens mit (englisch CITES). So konnten wir in Zusammenarbeit mit verschiedenen Regierungen erreichen, dass jetzt Dutzende bedrohte Arten – von Schildkröten über Papageien bis zu Affen – international geschützt sind und der Handel mit ihnen verboten oder beschränkt ist. Pro Wildlife kämpft auf den Tagungen der Internationalen Walfangkommission für einen besseren Schutz der Wale. Hierzu gehört auch, dass wir seit vielen Jahren das Bundeslandwirtschaftsministerium informieren und beraten. Pro Wildlife dokumentiert in Studien immer wieder Manipulationen und Täuschungsmanöver der Walfangländer.