Monatskalender für Arten- und Naturschützer
2010 wurde von den Vereinten Nationen zum "Jahr der Biodiversität" ausgerufen. Schon kleine Veränderungen im Alltag können helfen, die biologische Vielfalt zu erhalten. In Zusammenarbeit mit der Zeitschrift Ein Herz für Tiere gibt Pro Wildlife praxistaugliche Aktionstipps für alle, die in ihrem Umfeld etwas für den Erhalt der biologischen Vielfalt tun wollen.
August
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Korallen: Vorsicht, zerbrechlich!
Korallenriffe sind wahre Schatzkammern der Artenvielfalt: Sie sind Lebensraum für zahllose Tier- und Pflanzenarten. Da Korallen nur langsam wachsen und sehr empfindlich auf Störungen reagieren, sollten Urlauber beim Tauchen und Schnorcheln besondere Vorsicht walten lassen: Nicht auf Korallenstöcke steigen, keine Äste abbrechen! Und keinen Sand aufwirbeln – dadurch können die Korallen ersticken. Um Schäden am Riff zu vermeiden, sollten Boote nur an den dafür vorgesehenen Bojen ankern.
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Juli
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Reisen ohne Reue – mit dem Klimarechner
Reisen bildet, entspannt – und belastet das Klima. Ihre Urlaubs- oder Dienstreise trägt durch den C02-Ausstoß zum Treibhauseffekt bei. Ermitteln Sie mit Hilfe unseres Klimarechners die CO2-Emission Ihrer Reise und spenden Sie "als Wiedergutmachung" für unsere Waldkampagne.
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Juni
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Grillzeit: Weniger Fleisch für mehr Vielfalt
Die Urwälder Südamerikas werden im großen Maßstab gerodet, um Anbauflächen für Soja zu gewinnen. Dieses wird als Viehfutter nach Europa exportiert. Wer also nun in Deutschland Steaks oder Würstchen auf den Grill legt, gefährdet damit indirekt die Artenvielfalt in den Regenwäldern Südamerikas. Besser und auch noch lecker: Gemüsespieße für den Grill. Dafür eignen sich Zucchini, Paprika und Auberginen hervorragend. Weniger Fleisch ist mehr Wald- und Klimaschutz! Die Regenwälder danken es Ihnen.
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Mai
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Artenschutz im Garten und auf dem Balkon
Der so beliebte englische Rasen ist eine Artenwüste. Kaum ein Insekt kann dort leben, und Wildvögel finden keine Nahrung. Besser: eine Wildblumenwiese aussäen. Ein Meer aus Futterblüten lockt Schmetterlinge und andere Insekten an. Auch einheimische Hecken und Wildsträucher dienen vielen Tierarten als Lebensraum. Und noch ein Tipp: Gartencenter und Baumärkte bieten fast ausschließlich torfhaltige Blumenerde an. Hierfür werden Torfmoore vernichtet – wahre Schatzkammern der Artenvielfalt. Produkte aus Rindenmulch, Kompost oder Holzfasern sind umweltverträglicher.
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April
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Ich bremse auch für Frösche
Frösche und Kröten gehören zu den Tierarten, die am stärksten bedroht sind. lm Frühjahr ziehen die Amphibien nachts aus ihrem Winterquartier: Sie wandern zum Laichen in ihre Hochzeitsgewässer, auch über Straßen. Wenn Sie Schilder mit dem Warnhinweis „Krötenwanderung“ sehen: Bitte nehmen Sie den Fuß vom Gaspedal - den Kröten zuliebe! Und Sie können bei lokalen Naturschutzgruppen helfen, Froschzäune zu bauen und Tiere über die Straße zu tragen.
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März
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Aufs Holz klopfen
Bau- und Gartenmärktemärkte bieten nun wieder Gartenmöbel für den Sommer an. Wer seine Terasse oder seinen Balkon neu aufmöbeln möchte, sollte darauf achten, kein Tropenholz wie Teak, Merbau oder Yellow Balau zu kaufen. Denn Vorsicht: Selbst Holz, dass illegal in Tropenwäldern geschlagen wurde, darf noch immer legal angeboten werden. Und auch für Plantagen wird meist Tropenwald geopfert. Für Verwirrung sorgt eine Vielzahl an dubiosen Siegeln. Wer den Regenwald schützen möchte, sollte auf einheimische Hölzer wie Buche, Kastanie oder Robinie - oder auf Metall oder Plastik zurückgreifen.
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Februar
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Mehr tun für den Thun
Ozeane gehören zu den artenreichsten Regionn der Erde, Doch der Mensch droht vielen Arten durch Überfischung und Verschmutzung den Garaus zu machen. Deshalb als erste Regel: Weniger Fisch essen - dies gilt vor allem für Meeresfisch. Hände weg von bedrohten Arten wie z.B. Thunfisch, Rotbarsch, Dornhai oder Lachs. Wenn Sie Fisch kaufen, achten Sie zumindest auf das Gütesiegel MSC (Marine Stewardship Council).
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Januar
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Erdäpfel statt Erdbeeren
Wer im Januar Appetit auf Erdbeeren hat, findet die Früchte inzwischen in jedem Supermarkt. Ein Problem für die Umwelt: Wintererdbeeren kommen meisten aus Ägypten, teils gar aus Übersee. Für ihren Anbau sind enorme Mengen an Wasser und Energie nötig, der Antransport per Flugzeuger ist ein Klimakiller. Deshalb lieber zu Saisongemüse und -obst aus der Region greifen.
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