Affenhaltung in Privathand

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Klammeraffe auf Tierbörse © Pro Wildlife

Ein Affe als Haustier?

Unglaublich, aber wahr: Mitten in Deutschland werden noch immer Affen als „Haustiere“ verkauft. Fast 30 verschiedene Arten werden von Privatpersonen gehalten. Auf Tierbörsen oder per Mausklick im Internet, über Kleinanzeigen und sogar in manchen Zoogeschäften kaufen vermeintliche Tierfreunde Affen. Sie unterschätzen dabei, dass Primaten für die Privathaltung völlig ungeeignet sind.

Selbst kleine Arten brauchen Gesellschaft von Artgenossen, Abwechslung und viel Platz. Auch wenn die Tiere teilweise zahm werden, bleiben sie doch Wildtiere und werden häufig mit Eintritt der Geschlechtsreife aggressiv. Viele dieser auf einmal lästig gewordenen Kreaturen werden schließlich im Tierheim abgegeben.

Rotgesichtsmakake angeboten auf Tierbörse © Pro WildlifeEinsatz gegen die Affenhaltung in Privathand

Besonders Arten wie Kapuzineraffen, Totenkopf- und Weißbüscheläffchen sind bei Privatleuten als "niedliche" Haustiere begehrt. Pro Wildlife besucht Tierbörsen, auf denen Affen angeboten werden, deckt Handelswege auf, ermittelt gegen illegale Affenhändler und -halter und informiert die zuständigen Behörden. Zahlreiche Bundesländer verbieten bereits die Privathaltung von Schimpansen, Pavianen und anderen Affenarten als gefährliche Tiere. Wir fordern ein bundesweites Verbot der Haltung von Primaten.